Einpress- & Blindnietmuttern
Mit Einpress- und Blindnietmuttern machen wir Blechteile montagefertig: zuverlässige Gewinde, auch in dünnem Material.
Über diese Bearbeitung
Einpressmuttern und Blindnietmuttern geben Blechteilen eine feste Gewindeverbindung ohne loses Befestigungsmaterial. So liefern wir montagefertige Teile, die in Ihrer Linie direkt weiterverarbeitet werden können.
Einpressmuttern setzen wir maschinell und rechtwinklig ein, mit einer Presskraft, die auf Blechdicke und Mutterntyp abgestimmt ist — sodass das Gewinde auch bei regelmäßigem Demontieren und Montieren fest sitzen bleibt.
Der Unterschied liegt in der Art der Verbindung. Eine Einpressmutter wird kalt in eine vorgeschnittene Bohrung eingepresst: die Rändelung verdrängt Blechmaterial, das in eine Nut zurückfließt und die Mutter auszieh- und verdrehsicher festsetzt. Eine Blindnietmutter wird von einer Seite verformt und klemmt hinter dem Blech. Einpressmuttern ergeben die festeste und flachste Verbindung; Blindnietmuttern sind die Lösung, wenn die Rückseite nicht zugänglich ist oder nicht verformt werden darf.
Die Blechdicke bestimmt weitgehend, was möglich ist. Für eine Einpressmutter muss das Blech weicher sein als die Mutter, sonst fließt es nicht in die Nut; die Kombination aus hartem Werkstoff und feinem Gewinde ist damit kritisch. Auch der Abstand zur Kante und zu umliegenden Aussparungen zählt: zu nah am Rand wölbt sich das Material auf. Wir beurteilen das vorab an der Zeichnung, damit es bei der ersten Serie keine Überraschung gibt.
Werkstoff und Mutternwahl müssen zueinander passen. In Edelstahlblech setzen wir Edelstahlmuttern, um Kontaktkorrosion zu vermeiden. In Aluminium wird je nach Umgebung Edelstahl oder verzinkter Stahl gewählt. Wird das Teil nach dem Einpressen noch pulverbeschichtet, muss das Gewinde abgedeckt oder nachgearbeitet werden — sonst läuft die Beschichtung ins Gewinde und die Schraube passt nicht mehr.
Das Einpressen erfolgt bei uns maschinell und rechtwinklig, mit einer Presskraft, die auf Blechdicke und Mutterntyp abgestimmt ist. Anschließend prüfen wir die Ebenheit rund um die Mutter und den Sitz des Gewindes. So bleibt die Verbindung fest, auch wenn das Teil im Betrieb regelmäßig demontiert und wieder montiert wird.
Einpress- und Blindnietmuttern sind Teil eines größeren Ganzen: die Bohrung kommt vom Laser, die Kanten werden entgratet und das Teil wird häufig noch abgekantet, bevor die Mutter hineinkommt. Diese Reihenfolge ist nicht beliebig — eine zu früh gesetzte Mutter stört beim Abkanten oder wird in der Presse verformt. Wir legen die Reihenfolge in der Arbeitsvorbereitung fest.
Für eine Beurteilung benötigen wir: die Zeichnung mit den Bohrungspositionen, Blechdicke und Werkstoff, die gewünschte Gewindegröße, ob die Mutter auf der Sicht- oder der Rückseite sitzt, und die Nachbehandlung. Wissen Sie noch nicht, ob eine Einpress- oder eine Blindnietmutter passt, nennen Sie uns die Belastung und wie oft die Verbindung gelöst werden muss; darauf beraten wir.
Werkstoffe: Edelstahl · Aluminium · Stahl
Von der Zeichnung
zur Lieferung
- 01
Vorbereiten
Löcher maßgenau schneiden.
- 02
Einpressen
Einpress- oder Blindnietmutter setzen.
- 03
Kontrolle
Prüfung auf Planheit und Festigkeit.
Anwendungen
Gehäuse · Paneele · Montagefertige Blechteile
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Einpressmutter und Blindnietmutter?
Eine Einpressmutter wird kalt ins Blech gepresst; die Rändelung verdrängt Material, das in eine Nut zurückfließt und die Mutter auszieh- und verdrehsicher festsetzt. Eine Blindnietmutter wird von einer Seite verformt und klemmt hinter dem Blech. Die Einpressmutter ergibt die festeste und flachste Verbindung, die Blindnietmutter ist die Wahl, wenn die Rückseite nicht zugänglich ist.
Ab welcher Blechdicke können Sie eine Einpressmutter setzen?
Das hängt vom Mutterntyp, vom Blechwerkstoff und von der Gewindegröße ab. Das Blech muss weicher sein als die Mutter; ein harter Werkstoff oder ein feines Gewinde in dünnem Blech kann daher ein Grund sein, eine andere Größe oder eine Blindnietmutter zu wählen. Wir beurteilen diese Kombination je Anfrage an der Zeichnung.
In welchen Werkstoffen setzen Sie Einpress- und Blindnietmuttern?
In Edelstahl, Aluminium und Stahl. Wir stimmen den Mutternwerkstoff auf das Blech ab: in Edelstahlblech Edelstahlmuttern, um Kontaktkorrosion zu vermeiden, in Aluminium je nach Umgebung Edelstahl oder verzinkter Stahl.
Hält das Gewinde bei wiederholter Demontage?
Ja, sofern die Mutter rechtwinklig und mit der richtigen Presskraft gesetzt wurde. Eine korrekt eingepresste Mutter ist auszieh- und verdrehsicher und damit für Bauteile geeignet, die im Betrieb regelmäßig geöffnet werden. Nach dem Einpressen prüfen wir Ebenheit und Gewindesitz.
Kann nach dem Einpressen noch pulverbeschichtet werden?
Ja, das Gewinde muss dann jedoch abgedeckt oder nach dem Beschichten nachgearbeitet werden, sonst läuft die Beschichtung ins Gewinde. Teilen Sie uns mit, welche Nachbehandlung das Teil erhält, dann legen wir die Reihenfolge entsprechend fest.
Besprechen Sie Ihre Zeichnung,
Ihr Bauteil oder Ihre Baugruppe.
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